revolutionen sind “in”! in nordafrika zum beispiel. diktatoren werden gestürzt. das ist gut! aber was kommt danach? kommen neue herrschaftsstrukturen, die neue eliten mit geld und macht austatten? außer einem tapetenwechsel wäre dann nicht viel gewonnen.
revolutionen können aber auch mehr sein: eine grundlegende absage an die logik von politischer und wirtschaftlicher macht in der hand von einigen wenigen.
wir wollen in einer veranstaltung an zwei solche revolutionen erinnern: die pariser kommune von 1871 und den kronstädter matrosen-aufstand von 1921. beide erteilten herrschaft eine absage. beide wurden von den herrschenden brutal niedergeschlagen. beide inspirieren freiheitsliebende menschen, menschen, die ohne ausbeutung und unterdrückung leben wollen, bis heute. deshalb wollen wir die ziele und den verlauf dieser – gescheiterten – revolutionen genauer betrachten. denn wir wollen lernen: wie können wir herrschaft überwinden, gestern, heute, morgen.
am 8.04.2011 ab 19.00 uhr stimmt ein vortrag von rudolf mühland mit vielen informationen und anschließender diskussion auf das thema ein.
der vortrag findet im MuKu, lise-meiner-str. 10 im alarm-raum in offenburg statt. wie immer ist der eintritt frei!
Bei „Stuttgart 21“ geht es aber längst nicht mehr nur um ein Bahnprojekt. Es geht auch um den rasanten Politisierungsprozess zahlreicher Menschen, die selbst handeln, zur Konfrontation mit Regierung und Polizei bereit sind und sich mit dem, was hinter der Fassade von „Demokratie“ und „sozialer Marktwirtschaft“ steckt, immer kritischer auseinandersetzen.
Über die Geschichte, den aktuellen Stand und die Perspektiven des Widerstands gegen „Stuttgart 21″ wollen wir mit Aktivisten der Proteste diskutieren.
Die Veranstaltung findet am Freitag, den 19.11.2010 ab 20:00 Uhr im Raum von Alarm e.V., Lise-Meitner-Straße 10 in Offenburg statt.
]]>Das Buch „Von Jakarta bis Johannesburg – Anarchismus weltweit“ ist eine Sammlung von Interviews, die mit AnarchistInnen aus sechs Kontinenten geführt wurden, um einen Einblick in die gegenwärtige anarchistische Bewegung zu bieten.
Sebastian Kalicha, Autor und Mitherausgeber der gewaltfrei-anarchistischen Monatszeitschrift Graswurzelrevolution, aktiv bei unterschiedlichen Projekten zu gewaltfreiem Widerstand und Anarchismus, liest aus dem kürzlich beim Unrast Verlag erschienen Buch.
Im Anschluss daran ist Zeit für Diskussion und Kennenlernen bei leckeren Getränken.
Der Eintritt ist frei. Wie immer findet das Ganze im coolen Alarm-Raum in Offenburg statt.

Diesen beiden zentralen Fragen werden wir in zwei Veranstaltungen mit Darwin Dante versuchen auf die Spur zu kommen.
Freitag, 15.10., um 20 Uhr im Alarmraum in Offenburg
Basisdemokratischer Anarchismus
Basisdemokratie jetzt!
Demokratische Entscheidungen dürfen nicht länger dem Geklüngel in den Parlamenten zum Opfer fallen. Was nutzen uns Wahlen, wenn Politiker durch die Macht der Parlamente keine Wahlversprechen mehr halten?
Nichts. Deshalb müssen wir über Volksabstimmungen selbst entscheiden, was für uns richtig ist. Dies und nichts anderes ist eine Demokratie!
Der Weg aus dem Dilemma der Parlamentarischen Demokratie führt über eine föderalistische Direkte Demokratie, in der die Bevölkerung über Volksabstimmungen ihren Weg in die Zukunft bestimmt.
In seinem Folgevortrag zur „5-Stunden-Woche“ ?basisdemokratischer Anarchismus? zeigt Dante, wie eine Direkte Demokratie über wählbare Ausschüsse organisiert werden kann und wie Volksabstimmungen europaweit innerhalb von sechs Wochen durchgeführt werden können. Erläutert wird, wie der Umbau der parlamentarischen Demokratie hin zu einer Direkten Demokratie erfolgen könnte. Hierzu beschreibt Dante die Struktur einer basisdemokratischen Gesellschaft, die in ihrem grundsätzlichen Organisationsmodell jedoch eine anarchistische ist. Schließlich schlüsselt er das Organisationsmodell so auf, daß als letzter Unterschied zwischen Basisdemokratie und Anarchie nur noch die Interpretation dessen bleibt, wie mit dem Ergebnis einer Volksabstimmung umgegangen wird. Mit dieser Überlegung wird deutlich, wie einst durch Bildung, Vernunft und Einsicht selbst das Element der Mehrheitenherrschaft, die in ihrem grundsätzlichen Wesen immer noch eine Herrschaft von einer Mehrheit über eine Minderheit ist, überwunden werden kann.
Samstag, 16.10., um 20 Uhr im Alarmraum in Offenburg
Fünf Stunden sind genug – über die libertäre Perspektive vom Ende der Lohnarbeit
Die Ursache von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ist die Überproduktionskrise!
Wir haben zuviel hergestellt. Der Markt ist hoffnungslos übersättigt. Und eine Tatsache ist, dass wir in den Bereichen Produktion, Verteilung und Soziales für den heute allgemein üblichen Lebensstandard in der BRD durchschnittlich 5-6 Stunden Arbeit pro Woche aufwenden müssten.
Unter der Bedingung beispielsweise, dass wir lang haltbare Produkte schaffen, wir also nicht ständig für den Verschleiß arbeiten müssen. Oder dass wir die Arbeit gleichverteilen und dabei die Möglichkeiten der Automatisierung gezielt einsetzen. Oder dass wir Geldwirtschaft und Geldverkehr abschaffen und dadurch zeitraubende Bürokratien, Banken, Finanzämter, Versicherungen u.ä. wegfallen. Dass wir also, und dies ist die Perspektive, die Marktwirtschaft kappen, mehr Zeit haben für ein selbstbestimmtes und kreatives Leben.
Darwin Dante hat einen provokanten Aufsatz herausgebracht: In „5-Stunden sind genug“ fordert er Wohlstand, Bildug und Naturschutz zum allgemeinen Menschenrecht zu erheben und prangert Arbeitslosigkeit, Not und Umweltzerstörung als Folge von Handel und Wettbewerb an. Seine Forderung nach einem basisdemokratischen Produktions- und Wertesystem ist radikal und anstoßend, hat ihn viele Anfeindungen beschert, aber ebensoviel Lob eingebracht. In seinem Vortrag stellt Darwin Dante sein Konzept der „5-Stunden-Woche“ vor und lädt zu einer anschließenden Diskussion ein.
Wer sind wir?
Das Anarchistische Netzwerk Südwest* ist ein Zusammenschluss von libertären bzw. anarchistischen Gruppen und Einzelpersonen aus dem „südwestlichen“ Teil des deutschsprachigen Raumes, also dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, aber auch aus Ostfrankreich und der Nordschweiz.
Die in diesem Netzwerk tätigen Gruppen eint das Ziel, eine solidarische, respektvolle, gewalt- und herrschaftsfreie, also eine emanzipatorische Gesellschaft aufzubauen.
Ein solches Vorhaben ist in den herrschenden Verhältnissen nicht ohne weiteres möglich: Im Kapitalismus stehen nicht die Bedürfnisse aller Menschen, sondern einzig eine nach Profitmaximierung ausgerichtete Verwertung aller Lebensbereiche im Vordergrund.
Um einer befreiten Gesellschaft näher zu kommen, müssen wir auch alltägliche Herrschaftsverhältnisse und -mechanismen wie Rassismus, Sexismus und Antisemitismus und die Verflechtung von Staat, Nation und Kapital gemeinsam reflektieren, analysieren, kritisieren und letztendlich als Ganzes überwinden. Dabei bleiben wir nicht bei der Forderung nach weniger Arbeit, uneingeschränktem Bleiberecht, billigem Wohnraum oder kostenloser Bildung stehen, sondern fordern den gesellschaftlichen Reichtum für alle.
Was machen wir?
Das Netzwerk bietet die Basis für Vernetzung, Austausch, Diskussion, Reflektion, das Zusammenkommen mit anderen Anarchist_innen und die Planung gemeinsamer Aktionen, wie beispielsweise Veranstaltung(sreih)en, Demonstrationen und Mobilisierungen. Durch den gemeinsamen Austausch von Erfahrungen können wir unsere Theorie vertiefen und die Praxis ausweiten. Die in diesem Netzwerk vernetzten Gruppen bleiben autonom. Das Netzwerk betreffende Entscheidungen werden auf monatlichen Delegiertentreffen und in Rücksprache mit den dahinterstehenden Gruppen getroffen.
Wieso ein Netzwerk?
Wir haben uns bewusst für ein Netzwerk mit offenem Charakter entschieden, um anderen Gruppen und Einzelpersonen eine leichtere Teilhabe zu ermöglichen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl anarchistischer bzw. libertärer Gruppen gerade im Südwesten* stetig gestiegen, eine Vernetzung gab es jedoch nur vereinzelt. Auch um bestehende oder kommende Strukturen zu motivieren, den Auf- und Ausbau dieser solidarisch zu begleiten und Gruppen in “Strukturschwachen” Regionen organisatorische Unterstützung zukommen zu lassen, haben wir das Anarchistische Netzwerk Südwest* gegründet.
*Uns ist bewusst, dass wir uns durch unsere Namensgebung in gewisser Weise räumlich und sprachlich einschränken, was uns als Netzwerk aber hilft, arbeits- und aktionsfähig zu bleiben. Wir streben jedoch eine Vernetzung mit Netzwerken und Gruppen aus anderen Regionen an.
Anarchistisches Netzwerk Südwest* im August 2010
Zur neuen Webseite des Netzwerks gehts hier lang.
]]>Wer Kriege in der ganzen Welt führen will, hat am liebsten die Bevölkerung hinter sich. Darum tut die Public Relations Abteilung der deutschen Armee vieles für ein gutes Image und wirbt mit Jungoffizieren an Schulen und Unis, schaltet Werbespots im Fernsehn, unterhält das willige Publikum mit Marschmusik, ist auf Berufsmessen und in Arbeitsagenturen präsent, biedert sich als potente Arbeitgeberin an, fährt mit Werbetrucks über die Lande und lässt immer wieder ihre zukünftigen Bürger_innen in Uniform in aller Öffentlichkeit antreten, um auf die Fahne und das Vaterland zu schwören mit Trara und großem Pomp.
Ohne Widerstand geht das selten über die Bühne. Und das ist auch gut so.
In Stuttgart wird es vielfältigen Widerstand geben: Für jedEn ist was dabei:
- Blockade-Bündnis
- Gelöbnix
Als Anarchist_innen und Antimilitarist_innen unterstützen wir den Protest und Widerstand gegen das Bundeswehrtheater in Stuttgart.
Gelöbnis zum Gelöbnix machen!
Bundeswehr abschaffen!
Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft!
Ohne sie …ja, ist ein Leben ohne Lohnarbeit, ohne Kapitalismus, ohne Ausbeutung überhaupt vorstellbar?
Was wäre wenn?
Mit zwei Vorträgen und Diskussionen versuchen wir uns auf verschiedenen Wegen und Arten dieser Frage zu nähern.
Die Vorträge finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe gegen Lohnarbeit statt.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- Freitag / 7.5. / 20 h
Alarm-Raum / Offenburg
Eine alternative Gewerkschaft stellt sich vor.
„Solidarität!“, dieses und andere Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung haben wir alle schon gehört. Aber was können diese Begriffe in der Praxis bedeuten?
Dieser Frage geht Rudolf Mühland in seinem Vortrag nach. Dabei gibt er auch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute.
Der Schwerpunkt seines Vortrags bildet die FAU, die Freie ArbeiterInnen Union, eine kleine und wenig bekannte Basisgewerkschaft, die vor rund 30 Jahren gegründet wurde. Im Rahmen dieser Vorstellung klärt er die folgenden Fragen:
• Wie sind die Menschen innerhalb der
FAU organisiert?
• Welche kurzfristigen, mittelfristigen
und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
• Wie steht die FAU zu Betriebsräten und Tarifverträgen?
Rudolf Mühland ist ein Aktivist der FAU (Freie ArbeiterInnen Union). Nach seinem Vortrag mit Präsentation ist Zeit für Fragen und Diskussionen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
- Samstag / 15.5. / 19 h
Alarm-Raum / Offenburg
Wer meint, Leiharbeit gehe ihn nichts an, der könnte sich bald täuschen: Die Zahl der Menschen, die mit Leiharbeit über die Runden kommen müssen, ist in den letzten Jahren explodiert. 2008 haben bereits 800.000 Menschen in Leiharbeitsverhältnissen gearbeitet. Durch die Krise kann mancher (noch) Festangestellte schon bald dazu gezwungen werden, für einen Hungerlohn von 7,38 €/h (2009) für eine Leiharbeitsfirma zu arbeiten.
Im Leiharbeitsbereich sind die Arbeitsbedingungen teilweise miserabel, den Beschäftigten werden elementare Rechte verweigert, gearbeitete Zeiten werden nicht angerechnet und entleihfreie Zeiten werden oft nicht bezahlt.
Ein Aktivist der FAU (Freie ArbeiterInnen Union) aus Freiburg berichtet, was Leiharbeit bedeutet und warum die FAU – im Gegensatz zu den DGB-Gewerkschaften – fordert, Leiharbeit grundsätzlich abzuschaffen.
]]>Die Demo findet um 13 Uhr bewusst nach der DGB-Demo (11 Uhr) statt, um linken Gewerkschaftler_innen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
In Offenburg wird es einen Zugtreffpunkt geben: 10:45 Uhr an Gleis 6. Der Zug nach Karlsruhe fährt um 11:02 Uhr ab. Unterwegs werden viele Genoss_innen zu uns stoßen.
Die Demo startet um 13 Uhr am Werderplatz.
Kommt in bunt und kommt laut!
Kommt in den anarchistischen Block!
Nach 15 Jahren wurde das Rottenburger Abschiebegefängnis im Herbst 2009 geschlossen.
Die verbliebenen Gefangenen wurden nach Mannheim verlegt: Hier warten 60 – 70 Menschen auf ihre Abschiebung.
Der Vortrag des Bündnisses gegen Abschiebehaft Tübingen speist sich aus den Erfahrungen von 15 Jahren Besuchsarbeit. Er ergreift klar Partei für die gefangenen Flüchtlinge, indem er die Abschiebehaft und die auf sie folgenden Abschiebungen anprangert und die unmenschlichen Zustände und Menschenrechtsverletzungen dort aufzeigt.
Der Vortrag findet am Freitag, den 16. April, um 20 Uhr im Alarm-Raum, Lise-Meitner-Straße 10 in Offenburg statt.
Wir veranstalten ihn gemeinsam mit Alarm e.V. im Rahmen der Mobilisierung zur Kampagne gegen Abschiebungen vom Baden-Airpark.
]]>Festung Europa- bei diesem Begriff denkt man an Bilder von Bootsflüchtlingen vor Italien, überfüllten Auffanggefängnissen in Griechenland oder meterhohen Zäune in Spanien.
Doch Auswirkungen dieser Festung befinden sich auch direkt vor unserer Haustüre- in Deutschland leben etwa 200 000 Flüchtlinge mit unsicheren Aufenthaltstiteln. Für diese Gruppe gelten die Menschenrechte nur eingeschränkt- sie dürfen nicht wohnen, nicht arbeiten, haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und ihre Kinder sind bereits mit 16 Jahren volljährig.
Und sie sind ständig von Abschiebung bedroht- in ein Land, das für manche überhaupt keine Heimat ist und für viele gar lebensgefährlich.
In den letzten Jahren wurde das Recht auf Asyl in Deutschland immer weiter zersetzt- einen Höhepunkt bilden dabei die verschiedene Rückübernahmeabkommen, die die Bundesrepublik mit Staaten wie dem Kosovo oder Syrien geschlossen hat.
Wir wollen in einem Vortrag einen kurzen Überblick über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland geben, über ihr tägliches Leben, die Gründe für ihre Flucht aber auch über Extremsituationen wie die tatsächliche Abschiebung.
Zudem wollen wir über anstehende Abschiebungen (besonders von Roma) und die Proteste dagegen berichten.
Das Thema Flucht ist in den letzten Jahren zum Randthema geworden- wir wollen daran erinnern, dass es leider noch immer brandaktuell ist und die katastrophalen Zustände aufzeigen, die direkt vor unserer Nase herrschen.
Der Vortrag findet im Rahmen der Mobilisierung zur Kampagne gegen Abschiebung statt.
Wir veranstalten diesen Abend gemeinsam mit Alarm e.V..
]]>