Darwin Dante im Doppelpack

Wie wollen wir unser Zusammenleben und unsere Wirtschaft organisieren?

Diesen beiden zentralen Fragen werden wir in zwei Veranstaltungen mit Darwin Dante versuchen auf die Spur zu kommen.

Freitag, 15.10., um 20 Uhr im Alarmraum in Offenburg

Basisdemokratischer Anarchismus

Basisdemokratie jetzt!
Demokratische Entscheidungen dürfen nicht länger dem Geklüngel in den Parlamenten zum Opfer fallen. Was nutzen uns Wahlen, wenn Politiker durch die Macht der Parlamente keine Wahlversprechen mehr halten?
Nichts. Deshalb müssen wir über Volksabstimmungen selbst entscheiden, was für uns richtig ist. Dies und nichts anderes ist eine Demokratie!

Der Weg aus dem Dilemma der Parlamentarischen Demokratie führt über eine föderalistische Direkte Demokratie, in der die Bevölkerung über Volksabstimmungen ihren Weg in die Zukunft bestimmt.

In seinem Folgevortrag zur „5-Stunden-Woche“ ?basisdemokratischer Anarchismus? zeigt Dante, wie eine Direkte Demokratie über wählbare Ausschüsse organisiert werden kann und wie Volksabstimmungen europaweit innerhalb von sechs Wochen durchgeführt werden können. Erläutert wird, wie der Umbau der parlamentarischen Demokratie hin zu einer Direkten Demokratie erfolgen könnte. Hierzu beschreibt Dante die Struktur einer basisdemokratischen Gesellschaft, die in ihrem grundsätzlichen Organisationsmodell jedoch eine anarchistische ist. Schließlich schlüsselt er das Organisationsmodell so auf, daß als letzter Unterschied zwischen Basisdemokratie und Anarchie nur noch die Interpretation dessen bleibt, wie mit dem Ergebnis einer Volksabstimmung umgegangen wird. Mit dieser Überlegung wird deutlich, wie einst durch Bildung, Vernunft und Einsicht selbst das Element der Mehrheitenherrschaft, die in ihrem grundsätzlichen Wesen immer noch eine Herrschaft von einer Mehrheit über eine Minderheit ist, überwunden werden kann.

Samstag, 16.10., um 20 Uhr im Alarmraum in Offenburg

Fünf Stunden sind genug – über die libertäre Perspektive vom Ende der Lohnarbeit

Die Ursache von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ist die Überproduktionskrise!
Wir haben zuviel hergestellt. Der Markt ist hoffnungslos übersättigt. Und eine Tatsache ist, dass wir in den Bereichen Produktion, Verteilung und Soziales für den heute allgemein üblichen Lebensstandard in der BRD durchschnittlich 5-6 Stunden Arbeit pro Woche aufwenden müssten.

Unter der Bedingung beispielsweise, dass wir lang haltbare Produkte schaffen, wir also nicht ständig für den Verschleiß arbeiten müssen. Oder dass wir die Arbeit gleichverteilen und dabei die Möglichkeiten der Automatisierung gezielt einsetzen. Oder dass wir Geldwirtschaft und Geldverkehr abschaffen und dadurch zeitraubende Bürokratien, Banken, Finanzämter, Versicherungen u.ä. wegfallen. Dass wir also, und dies ist die Perspektive, die Marktwirtschaft kappen, mehr Zeit haben für ein selbstbestimmtes und kreatives Leben.

Darwin Dante hat einen provokanten Aufsatz herausgebracht: In „5-Stunden sind genug“ fordert er Wohlstand, Bildug und Naturschutz zum allgemeinen Menschenrecht zu erheben und prangert Arbeitslosigkeit, Not und Umweltzerstörung als Folge von Handel und Wettbewerb an. Seine Forderung nach einem basisdemokratischen Produktions- und Wertesystem ist radikal und anstoßend, hat ihn viele Anfeindungen beschert, aber ebensoviel Lob eingebracht. In seinem Vortrag stellt Darwin Dante sein Konzept der „5-Stunden-Woche“ vor und lädt zu einer anschließenden Diskussion ein.

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