Arbeit ohne Ende…

Lohnarbeit ist das Fundament des Kapitalismus, der Dreh- und Angelpunkt der meisten Menschen: Nur durch sie können wir teilhaben am Reichtum der Gesellschaft, können wir uns all die schönen Dinge leisten und fühlen wir uns als vollwertige Menschen.

Ohne sie …ja, ist ein Leben ohne Lohnarbeit, ohne Kapitalismus, ohne Ausbeutung überhaupt vorstellbar?

Was wäre wenn?

Mit zwei Vorträgen und Diskussionen versuchen wir uns auf verschiedenen Wegen und Arten dieser Frage zu nähern.

Die Vorträge finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe gegen Lohnarbeit statt.

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- Freitag / 7.5. / 20 h

Alarm-Raum / Offenburg

Die FAU

Eine alternative Gewerkschaft stellt sich vor.

„Solidarität!“, dieses und andere Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung haben wir alle schon gehört. Aber was können diese Begriffe in der Praxis bedeuten?

Dieser Frage geht Rudolf Mühland in seinem Vortrag nach. Dabei gibt er auch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute.

Der Schwerpunkt seines Vortrags bildet die FAU, die Freie ArbeiterInnen Union, eine kleine und wenig bekannte Basisgewerkschaft, die vor rund 30 Jahren gegründet wurde. Im Rahmen dieser Vorstellung klärt er die folgenden Fragen:

• Wie sind die Menschen innerhalb der
FAU organisiert?
• Welche kurzfristigen, mittelfristigen
und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
• Wie steht die FAU zu Betriebsräten und Tarifverträgen?

Rudolf Mühland ist ein Aktivist der FAU (Freie ArbeiterInnen Union). Nach seinem Vortrag mit Präsentation ist Zeit für Fragen und Diskussionen.

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- Samstag / 15.5. / 19 h

Alarm-Raum / Offenburg

Leiharbeit abschaffen!

Wer meint, Leiharbeit gehe ihn nichts an, der könnte sich bald täuschen: Die Zahl der Menschen, die mit Leiharbeit über die Runden kommen müssen, ist in den letzten Jahren explodiert. 2008 haben bereits 800.000 Menschen in Leiharbeitsverhältnissen gearbeitet. Durch die Krise kann mancher (noch) Festangestellte schon bald dazu gezwungen werden, für einen Hungerlohn von 7,38 €/h (2009) für eine Leiharbeitsfirma zu arbeiten.

Im Leiharbeitsbereich sind die Arbeitsbedingungen teilweise miserabel, den Beschäftigten werden elementare Rechte verweigert, gearbeitete Zeiten werden nicht angerechnet und entleihfreie Zeiten werden oft nicht bezahlt.

Ein Aktivist der FAU (Freie ArbeiterInnen Union) aus Freiburg berichtet, was Leiharbeit bedeutet und warum die FAU – im Gegensatz zu den DGB-Gewerkschaften – fordert, Leiharbeit grundsätzlich abzuschaffen.