Flucht und Abschiebung- Festung Europa in Deutschland

Vortrag im Alarm-Raum in der Lise-Meitner-Straße 10 im Muku in Offenburg am Samstag, den 13.3. um 19 Uhr.

Festung Europa- bei diesem Begriff denkt man an Bilder von Bootsflüchtlingen vor Italien, überfüllten Auffanggefängnissen in Griechenland oder meterhohen Zäune in Spanien.

Doch Auswirkungen dieser Festung befinden sich auch direkt vor unserer Haustüre- in Deutschland leben etwa 200 000 Flüchtlinge mit unsicheren Aufenthaltstiteln. Für diese Gruppe gelten die Menschenrechte nur eingeschränkt- sie dürfen nicht wohnen, nicht arbeiten, haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und ihre Kinder sind bereits mit 16 Jahren volljährig.
Und sie sind ständig von Abschiebung bedroht- in ein Land, das für manche überhaupt keine Heimat ist und für viele gar lebensgefährlich.

In den letzten Jahren wurde das Recht auf Asyl in Deutschland immer weiter zersetzt- einen Höhepunkt bilden dabei die verschiedene Rückübernahmeabkommen, die die Bundesrepublik mit Staaten wie dem Kosovo oder Syrien geschlossen hat.

Wir wollen in einem Vortrag einen kurzen Überblick über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland geben, über ihr tägliches Leben, die Gründe für ihre Flucht aber auch über Extremsituationen wie die tatsächliche Abschiebung.
Zudem wollen wir über anstehende Abschiebungen (besonders von Roma) und die Proteste dagegen berichten.

Das Thema Flucht ist in den letzten Jahren zum Randthema geworden- wir wollen daran erinnern, dass es leider noch immer brandaktuell ist und die katastrophalen Zustände aufzeigen, die direkt vor unserer Nase herrschen.

Der Vortrag findet im Rahmen der Mobilisierung zur Kampagne gegen Abschiebung statt.

Wir veranstalten diesen Abend gemeinsam mit Alarm e.V..

Kritik von Parlamentarismus und Demokratie

Vortrag und Diskussion mit Jörg Bergstedt am Freitag, 25.09. um 20 Uhr im Alarm-Raum in Offenburg.

Bergstedt schreibt in seinem Einleitungstext:
„Demokratie heißt Volksherrschaft. Sie funktioniert also immer über den Bezug auf einem imaginierten, organischen „Volkskörper“. Dieser „demos“, in anderen demokratischen Gebilden auch als Plenum, Belegschaft, Fangemeinde oder Mitgliedschaft geformt, ist zentraler Baustein der Demokratie. Doch dieses Konstrukt, die Idee von „Völkern“ oder anderen kollektiven Einheiten, kommt nicht ohne Grenzen aus und basiert immer auf dem Ausschluss von Gruppen und Menschen, die als das Außen definiert werden. Ohne Herrschaft geht das nicht. Verschärft wird diese durch die Notwendigkeit der Stellvertretung, denn der Willen des Ganzen existiert nur durch die, die im Namen des Ganzen reden. Parlamentarismus ist dabei eine Show, mit der durch gewählte Abgeordneten die Angehörigen des halluzinierten Gesamtwillens angeblich vertreten werden – eine mehrfach gestufte Lüge, wie der Einführungsvortrag in die Kritik der Demokratie zeigen soll.“

Im Anschluss an eine kurze Einführung zum Thema hoffen wir auf eine spannende Diskussion. Auch im Hinblick auf die zwei Tage später stattfindenden Bundestagswahlen.

Für Getränke und Snacks ist gesorgt.

Horst Stowasser ist tot.

Unser Genosse Horst Stowasser starb am 29.8.2009 im Alter von 58 Jahren.

horst stowasser

Wir, die ago, hatten für den 11. September eine Veranstaltung mit ihm geplant und freuten uns schon, ihn mal wieder live in action zu erleben. Wer schon einmal einen seiner Vorträge miterlebt hat, weiß was gemeint ist: Er war kein oberlehrerhafter Theoretiker. Im Gegenteil, er war ein Praktiker, der Zeit seines Lebens versucht hat, den Anarchismus mit all seinen Kanten und Zweifeln zu leben in einer Welt, in der dafür eigentlich kein Platz ist. Und davon konnte er in allen Farben schillernd erzählen und die Menschen für die Ideen des Anarchismus begeistern.

Möge die Erde ihm leicht sein.

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Anarchafeminismus…

…ein Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss…

Am Samstag, 5. September um 20 Uhr im Raum von Alarm e.V. im MuKu/Offenburg

vortrag anarchafeminismus ago
Die beiden jungen Anarchistinnen (1) nehmen uns mit auf eine Reise durch Zeit, Raum
und Theorie.
Wenn sie selbst auch lieber fragend voranschreiten, als all zu leichtfertig Antworten in die Welt zu entlassen, so gewähren sie uns doch einen profunden Einblick in eine Bewegung, die mehr als eine Wurzel hat.
Diejenigen, die weder etwas über die anarchistische noch die feministische Bewegung wissen, werden die Veranstaltung reichhaltig und fundiert informiert verlassen.
Aktivistinnen beider Bewegungen werden über die jeweils andere Bewegung neues erfahren und ggf. das eine oder andere Vorurteil verlieren lernen.

Obwohl der Anarchismus die „Ablehnung jeder Herrschaft des Menschen über den
Menschen“ und die „Ablehnung jeder Ausbeutung des Menschen durch den Men-
schen“ postuliert, haben sich Frauen von Beginn der anarchistischen Bewegung bis
heute dazu gezwungen gesehen, ihre eigenen „feministischen“ Standpunkte innerhalb
der anarchistischen Bewegung explizit zu vertreten. Dabei haben sie sich immer von
bürgerlichen und (Partei-)Kommunistischen Feministinnen distanzieren müssen.
Oft wendeten sie viel Energie auf, um ihre Positionen in gemischtgeschlechtlichen
Organisationen zu entwickeln und zu vertreten. Aber es gibt auch zahlreiche Beispiele
für eine autonome Organisierung der Anarchistinnen. Andererseits haben auch immer
wieder Frauen in der feministischen Bewegung anarchistische Ideen und Prinzipien
übernommen und sich früher oder später von auftauchenden reaktionären Strömungen
im Feminismus distanziert.
So treffen sich immer wieder Anarchistinnen und Feministinnen, ohne jedoch bisher
eine geschlossene »Anarcha-Feminisistische Theorie« abgeliefert zu haben. Dies ist
auch sicher nicht im Interesse der Autorinnen der gleichnamigen Broschüre. Vielmehr
geht es ihnen darum, mit AnarchistInnen und Feministinnen und vielleicht sogar auch
mit antipatriarchalen Männergruppen in eine Diskussion darüber zu kommen, wie
beide Ansätze heute miteinander verknüpft werden können. Dabei geht es neben der
Theorie auch um praktische Konsequenzen für eine anarcha-feministische Bewegung.

Beim Anarcha-Feminismus handelt es sich, so jedenfalls die These der Referentin-
nen, trotz einer langen Geschichte und einer eindrucksvollen Ahnenreihe aktuell noch
immer um einen „Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss …“

Alle zusammen werden wir uns nach dem Vortrag mit den beiden Referentinnen
über Stärken und Schwächen, sowie Potentiale und mögliche Synergieeffekte, die aus
einer Verschmelzung von anarchistischer und feministischer Theorie und Praxis (!)
entstehen können, unterhalten. Vielleicht fangen wir ja auch schon direkt damit an?!

(1) Oxana Jakowa und Juanita Martinez, sind zwei von der Wirtschaftskrise betroffene
StudentInnen, die ihre Freizeit gezwungenermaßen mit solchen Aktivitäten verbrin-
gen müssen. Beide sind Mitglied in der Aktionsgruppe Anarchafeminismus der
Libertären Aktion Winterthur.

Die Kontrolle verlieren…

…werden die FreundInnen und HelferInnen in grün am morgigen Samstag in Freiburg:

„Kapitalismus überwinden, die falsche Freiheit auf der Strecke lassen!“

Demo, dezentrale direkte Aktionen,
Party,…

wasserbombenschlacht

Capitalism is the crime!
Anarchy the solution!

Libertäre Gruppe Karlsruhe gegründet

In Karlsruhe hat sich die „Libertäre Gruppe Karlsruhe“ gegründet.

We are growing!

London: Konferenz der anarchistischen Bewegung?

Konferenz der anarchistischen Bewegung am 6. und 7. Juni in London

Lasst euch vom Fragezeichen im Titel nicht beirren: Der Aufruf zur Konferenz ist bewusst selbstkritisch gehalten, aber mit optimistischem Blick in die Zukunft.

Gefordert wird nichts anderes als eine Neuorientierung und Reorganisierung der Bewegungsreste weltweit.

London liegt zwar nicht gerade um die Ecke, aber für die Weltrevolution…

A Call to the Anarchist Movement

As the world economy heads deeper into an unprecedented recession, the spectre of social unrest is again spreading across Europe and the World. In the UK we have experienced an extended holiday from wide-spread class struggle as social democracy and capitalism worked hand in hand to maintain social peace. But as the guarantees of the banks have gone, so too have the guarantees that the state can manage the emerging social conflict, which could potentially turn into social rebellion unseen in the UK for decades.

So, where does that leave the Anarchist Movement? Are we relevant? Do we exist in a form coherent enough to actually be called a movement? Are we progressing? The Anarchist Movement Conference is a chance to put our ideas on the table and rebuild ourselves. The barriers that exist need to be broken down, the experiences and ideas of those involved in anarchist politics need to be shared, discussed, critiqued and debated. The task is urgent, practical and necessary – are we as a movement mature enough to face the challenge?

How and where should we organise? Who are we are speaking to? How do we relate to the wider world as anarchists? These are some of the discussions that might happen during the course of the weekend. We want this conference to be a historical turning point, a point where we manage collectively to come together to look at the problems and work towards the solutions. Anarchists from every federation, network and local group, those involved in diverse struggles from environmental direct-action to community work, trade unionism to DIY projects – we invite you and encourage you: Claim your place at the table and help make a movement!

If we truly aim to be part of making history we need to remake ourselves as an organised, pragmatic movement to become an effective part of revolutionary change. If we do not learn from the mistakes of the past we are doomed to repeat them. The anarchist ideals of mutual aid, solidarity and the desire to live as equals have been echoed throughout our history, in every country, by women and men, regardless of race or ethnicity. We have a proud history, this conference is both about recognizing where we have come from and organizing where we want to go. Be a part of it!

Im Internet hier.

konferenz der anarchistischen bewegung

Alarm zeigt: „Strike Bike – eine Belegschaft wird rebellisch“

Am Freitag, 16.1.09 um 20 Uhr wir in der politisierBAR im Alarm-Raum der Film „Strike Bike – eine Belegschaft wird rebellisch“ gezeigt.
Danach gibts Kneipe, Musik und (hoffentlich) eine lebhafte Diskussion um Selbstverwaltung.

Do it yourself!

Anarchistischer Kongress vom 10.-13.4.09 in Berlin

Die Anarchistische Föderation Berlin hat zu einem Anarchistischen Kongress aufgerufen. Stattfinden soll er vom 10.-13.4.2009. Wer sich einbringen, mitorganisieren will, kann seine Ideen im eigens dafür eingerichteten Wiki online stellen.
Wie immer bei uns AnarchistInnen: Alles muss mensch selber machen…

Libertäre Initiative Stuttgart [LIST]

In Stuttgart hat sich die Libertäre Initiative [LIST] gegründet. Auf ihrer Website haben sie eine Gründungserklärung veröffentlicht.

VIVA ANARQUIA!